Pfarrkirche
Patron St. Martin
Ursprünglich romanischer Steinbau mit geradem Chorabschluß
und Turm mit Satteldach, der nach den Ungarneinfällen (Ende des 10.
Jh.) errichtet wurde. Josef Schmutzer aus Wessobrunn erweiterte im Auftrag
des Klosters Rottenbuch 1727 - 1729 die Kirche, runder Chorabschluß,
Anbau des Langhauses und Erhöhung des Turmes mit barockem Abschluß
in Form einer Halbkugel, die an den vier Ecken segmentförmig angeschnitten
ist. Auf sie ist eine Laterne aufgesetzt. Innenausstattung: Stuck mit Bändern,
Gitterwerk und Rosetten (Schmutzer).

Altarbild: Mantelspende des Hl. Martin (1729). Zwischen den Säulen
große Heiligenfiguren - Sylvester und Korbinian (1729). Im südlichen
Langhaus großes Kruzifix mit Mater Dolorosa (1760), an der unteren
Empore Bilder aus der Martinslegende (1730 und 1780). Unter der Empore
Schnitzfigur Hl. Martin 1. Hälfte 16. Jahrhundert.
Kriegerdenkmal
Bronzeplastik Hl. Michael (Hans Schwaighofer 1968).
Kriegergedächtniskapelle
Erbaut 1992 - im Kurgarten, mit Madonna von Stalingrad (Hans Seitfudem
1992).
Schnitzereien
im Kurgarten

Pfarrhof
Typisches Repräsentationsgebäude aus der Zeit der Klosterherrschaft
mit Walmdach (erbaut 1735 - ähnlich altes Schulhaus neben der Pfarrkirche).
Dorflinde
Anläßlich des Pfarrhofbaues 1735 gepflanzt.
Gegenüber der Dorflinde
Latten- oder Lamellenbild am Haus zum Fuchs (1735). Je nach Standpunkt
des Betrachters sieht man auf dem Bild 3 Madonnenbilder - Durchsicht: Immaculata,
von links: Muttergottes von Peißenberg, von rechts: Ettaler Gnadenbild.
Haus Schatzloch
Südlich der Dorflinde, Freskenmalerei mit der Sage
vom Venediger Mandl.
Haus zum Jägerjörgl
Wohl eines der ältesten Häuser am Ort mit interessantem Zierbundgiebel
und Fresken der Hl. Martin von Franz Seraph Zwink der "Lüftlmahaler".
(Zierbund = künstlerisch gestaltete Dachkonstruktion im Giebelbereich
eines Hauses).
Evangelische Kirche (Pauluskirche)
Am Gstaig 1934 von Prof. Bestelmeier (dem Architekten des Festsaals des
Deutschen Museums in München) erbaut - offener Dachstuhl mit nach
Osten gerichtetem Chor. Pastorisierung durch das evanglische Pfarramt Murnau.

Gotthelflinde
Der Gründer des ersten Kurhauses, Herr Baumgartner, ließ
dort eine Linde pflanzen und eine Ruhebank errichten und brachte am Baum
eine Tafel mit folgendem Zitat aus den Werken Jeremias Gotthelf (Schweizer
Erzähler 1797 - 1854) an:
"Gotthelflinde
Gott helf uns in schweren Tagen,
Gott helf uns das Leid tragen,
Gott helf uns in Kummer und Sorgen,
Gott helf uns heut und morgen."
St. Rochuskapelle
Nach der verheerenden Pestseuche 1633/1634 auf dem damaligen Pestfriedhof
durch die Gemeinde erbaute Votivkirche; dem Pestheiligen St. Rochus geweiht.
1733 im Auftrag der Gemeinde von Josef Schmutzer neu erbaut, mit zartem
Gitter-, Bandwerk- und Blütengirlandenstuck im flachen Tonengewölbe.
Hochaltar 1733 im Immaculatafigur, seitlich St. Rochus- und St. Sebastianfiguren,
unter dem Empore Mondsichelmadonna um 1480.

Deckenfresken illustrieren die Rochuslegende (18.Jh.).
Das Kirchlein mit dem schmucken Zwiebelturm wurde 1983 ganzheitlich restauriert.
Der alte Pestfriedhof ist heute gemeindlicher neuer Friedhof.
Adele-Gerhard-Bank
Adele Gerhard, Schriftstellerin (geb. 1868 in Köln, gest. 1952 in
Berlin), langjähriger Kurgast in Bad Kohlgrub, liebte vor allem die
offene Landschaft der Moorstiche und beschieb sie in ihren Novellen. Die
Bank am Rande des Torfstiches war ihr Lieblingsplatz und wurde nach ihrem
Tod Adele-Gerhard-Bank genannt
Votivbuche
Am Weg zum Blindenheim und nach Altenau. Nach einem Mord im Jahre 1788
mieden die Menschen diesen Weg. Ein Bauer brachte an einem Baum ein Marienbild
an, um die bösen Geister zu vertreiben. (Votiv = Gelöbnis).
Nagelfluhfelsen
Auf dem Weg zur Waldschlucht; Nagelfluhfelsen: verfestigte Kies- und Schotterablagerungen
aus der Zeit des Tertiär.
Pestsäule
Am Weg vom Sportplatz zum Weiler Wäldle 1647 zur Erinnerung an die
Pest errichtet. Jetzt an der Ostseite der St. Rochuskapelle zu finden.
Die
Kapellen unserer Weiler
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