Ortsführung des Obst- und Gartenbauvereins Bad Kohlgrub

Wir zeigen Ihnen unser Dorf
Ortsführung durch Bad Kohlgrub

Zusammengestellt von Barbara Kronacker, Martin Doll, Hans Gut, Rudolf Schnell und Georg Wojciak.
Bilder: Für Bad Kohlgrub - Neue Liste

     Vervielfältigungen und Nachdruck nur mit Genehmigung der Verfasser!
Thema Bearbeiter
Haus der Kurgäste (Geschichtliches) Rudolf Schnell
Kurpark Georg Wojciak
Jochamler Barbara Kronacker
Bader Barbara Kronacker
Schwarzer Adler Martin Doll
Pfarrhof - Dorflinde Martin Doll
Schatzloch Barbara Kronacker
Fuchs Martin Doll
Samstraße Georg Wojciak
Schule (Ortsgeschichte) Rudolf Schnell
Eisenbahn Rudolf Schnell
Heislawastl Hans Gut
Becher Hans Gut
Alte Schule Schnell / Wojciak
Kirche St.Martin Georg Wojciak
Kriegerdenkmal Rudolf Schnell
Rathaus -Textilhaus Kraus-Frisör Hohenleitner Rudolf Schnell
Lampl Hans Gut
Jager Rudolf Schnell
Maibaum Rudolf Schnell
Anhang  


 
 
Haus der Kurgäste - Geschichtliches

Zunächst etwas Allgemeines über Bad Kohlgrub und "das Land vor den Bergen", in dem unser Dorf liegt.

Haus der Kurgäste in Bad Kohlgrub

Die Landschaft des Ammergaues, und dazu gehört Bad Kohlgrub,wurde durch die letzte Eiszeit (120 000 bis 15 000 v.Chr.) topographisch geprägt.

Bad Kohlgrub liegt 800-900 m ü.d.Meere am Fuße des Hörnle (rd.1500m) oder Hörndle (Sprachgrenze!), das zu den Ammergauer Alpen gehört und diese wiederum sind Teil der nördl. Kalkalpen.

In Bad Kohlgrub leben heute rund 2200, Frauen, Männer und Kinder. Die Ortsflur umfaßt .......qkm gegliedert in den Ortskern,rund um die St. Martinskirche, den "Oberen Badeteil"-er erhielt schon 1872 durch die Kammer des Innern des Königreichs Bayern den Titel "Bad" zuerkannt- und 13 Weiler. Im Ort gibt es rd. 3000 Gästebetten. 1939 hatte Kohlgrub (die Gesamtgemeinde erhielt 1948 das Prädikat "Bad" ) 1241 Einwohner und 885 Gästebetten. Von 1946 bis 1948 fanden 820 Heimatvertriebene vor allem aus dem Sudetenland hier eine neue Heimat.

Funde beweisen, daß dieses Gebiet vor der Zeitenwende von Kelten und später, ab 15 v. Chr., von den Römern durchstreift wurde. Erste Siedler kamen wohl im Rahmen der ersten Rodungswelle in dieses von der Eiszeit geschaffene Moränenhügelland-es waren Hirten, Jäger und Bauern die dem kargen Boden unter schwierigen klimatischen Bedingungen das tägl. Brot abrangen.

Erstmalige urkundl. Erwähnung fand der Ort 1280 im Saalbuch (Grundbuch) Herzog Ludwigs des Strengen als "Cholgrueb"

(Chohl=Kohle nach der Haupttätigkeit der Bewohner: Köhlerei = Holzkohle in einem Meiler brennen-
grueb=topographische Deutung der Lage des Ortes in einer Grube,Grueb=Grund, Tal)

Kohlenmeiler in Bad Kohlgrub

Das Gebiet stand unter der Herrschaft der Welfen die damit das 1074 gegründete Kloster Rottenbuch beschenkten, nach Gründung des Klosters Ettal 1333 durch Kaiser Ludwig dem Bayern waren auch die Ettaler Mönche über Teile der Ortsflur die Grundherrn und vor allem auch Gerichtsherrn.

Inhaltsverzeichnis


Kurpark

Der Kurpark mit einer Fläche von 25 000 m² wurde mit dem Bau des Haus der Kurgäste im Jahr 1959 angelegt. An dieser Stelle stand früher ein Bauernhof, genannt Boar.

Kurpark Bad Kohlgrub

Um 1975 entstand das Kurpark-Restaurant mit Saal, großzügigem Foyer, Bücherei, Schützenstube und Musikpavillion.

Zum Gedenken der Kriegsteilnehmer unseres Dorfes (105 Kohlgruber und 35 Heimatvertriebene im 2. Weltkrieg) haben die Mitglieder des Krieger - und Veteranenvereins erst jüngst eine Gedenkkapelle errichtet.

Gedenk-Kapelle des Veteranenvereins im Kurpark Bad Kohlgrub

Im Jahr 1998 wurde im Süden des Kurparks ein Kneipp-Becken als zusätzliches Angebot für die Gäste vom Kur- und Verkehrsverein in Eigenleistung errichtet.

Kneippanlage im Kurpark von Bad Kohlgrub

Unter der Vielzahl von Bäumen steht westlich des Schach - Spielfeldes ein Mammutbaum (Metasecovia).

Mammutbäume stammen aus Nordamerika können bis zu 135 m hoch, 12 m dick und 3000 - 4000 Jahre alt werden. Es wurde in Europa ab dem 19. Jhdt. üblich diese Riesenbäume auch als Parkbäume zu pflanzen.

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Jochamler Hs.Nr. 56

Erbaut 1573 aus Bachsteinen großes Kellergewölbe

steht unter Denkmalschutz

Joachamler Bad Kohlgrub

1979 Abbruch von Stall und Tenne - Neubau

1995 Altbau Aussenfassade renoviert - Ansicht wie ca. 1870

Besonderheit: Fenster im 1. Stock wegen Stellprobleme nur angemalen

Hausname kommt von Joachim - früherer Besitzer Joachim Rohrmoser

Dieses Gebäude wurde für damalige Zeiten sehr großzügig gebaut.

Der Keller - unter der Küche - ist ein großes Steingewölbe.

Schön sind auch die Wandmalereien die 1995 von der jetzigen Besitzerin in mühsamer Arbeit mit Chirurgenbesteck freigelegt wurden. Die beiden Fenster an der Südostseite sind nur zur besseren Optik aufgemalt worden. 1724 wurde das Anwesen lt. Kaufurkunde für 447 Rheinische Gulden verkauft - beurkundet vom Kloster Ettal - Kohlgrub unterstand den Klöstern Rottenbuch und Ettal-.

Immer wieder mußten die Besitzer mit schlechten Zeiten fertig werden. Während der napoleonischen Zeit wurde der alte Vater mit dem Floß auf der Donau nach Linz geschickt zu einem Sohn, der dort als Buchhändler arbeitete. Es ging nur darum, einen Esser weniger zu haben.

Überhaupt waren einige Kohlgruber als Buchhändler und Verlagsgründer in aller Welt vertreten.

Dieser Hof hatte ca. 6 Kühe und einiges Kleinvieh. Jetzt wird noch Schafzucht betrieben.

Der Urgroßvater der heutigen Besitzer, Matthäus Schwaller, war Holzer bei dem Grafen Quandt-Isny in Grafenaschau. Als Dank und Anerkennung bekam er vom Grafen einen wunderschönen Glaskrug von der Aschauer Glashütte als Geschenk.

Dieser Krug ist noch vorhanden und wird in Ehren gehalten.

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Bader Hs.Nr. 57

1635 erbaut - Baustil Mittertenne - Holzbauweise

bis auf den neuen Dachstuhl in unverändertem Zustand

steht unter Denkmalschutz

Bader in Bad Kohlgrub

Hausname kommt von "Bader" einer früheren Form des Heilpraktikers viele Generationen - 1956 waren die Besitzer als approbierte "Bader" tätig bis vor ca. 30 Jahren fuhr der Besitzer mit Ochsengespann- Jochgeschirr

Der "Bader" war seit dem Mittelalter sowohl in den Städten als auch auf dem Lande ein unentbehrlicher Helfer für die Gesunderhaltung der Bevölkerung. Damals gab es ja kaum akademisch gebildete Ärzte, und die hatten ihre Praxen in den Städten. So genoß der "Bader" in der Dorfgemeinschaft großes Ansehen. Der Bader war ein Handwerker er rasierte, schnitt Haare, verband Wunden. Er renkte Glieder ein, schiente gebrochene Arme und Beine, entfernte Warzen, schnitt Hühneraugen, ließ zur Ader, schröpfte, verabreichte Einläufe, schnitt Geschwüre auf, zog Zähne war Starstecher und Bruchheiler. Aus Runkelrüben wurde Gips für Schienenverbände gewonnen. In der Medizingeschichte wird er als "Handwerkschirurg" bezeichnet und zählte wie Apotheker und Hebamme zu den niedrigen Heilpersonen. Niedrig deshalb weil er nur kleine Eingriffe am Körper, und nicht im Körper tätigen durfte. Für die "Bader" gab es seit dem Mittelalter eine eigene Zunftordnung und strenge Berufszulassungsbestimmungen. "Bader" wurde man durch eine 3-4jährige Lehrzeit. Meistens war das Handwerk am Haus und wurde vererbt. In den Sterbematrikeln unserer alten Kirchenbücher lesen wir immer wieder von gebürtigen Kohlgrubern, die in die Welt hinausgezogen und vor allem im osteuropäischen Raum als "Bader" wirkten. Hier einige Beispiele:

1751 Josef Mangold von der Schönau, Bader in Raab - Ungarn

1754 Josef Gastl, Bürger und Bader in Preßburg - Ungarn

1757 Anton Mangold, gewester Bader zu Schönau/Pfalz

1784 Johann Köpf, Bader zu Agram.

Es scheint also im Ort nicht nur eine Tradition gegeben zu haben, die Ausbildung mußte gut und umfassend gewesen sein, sonst hätten die erwähnten Kohlgruber mit ihrem Handwerk nicht in den Städten Fuß fassen können. In dem Besteller "Der Medicus" wird dieses Handwerk beschrieben.

In der guten Stube hier bei unserem "Bader" steht noch ein alter Schrank mit vielen kleinen Schubladen, die zur Aufbewahrung der Kräuter gedient haben. Ebenso ist noch das Waschbecken erhalten.

Bis 1956 kamen die Bauern am Sonntag vor der Kirche hierher zum Rasieren und Haare schneiden. Rasieren kostete fünfzig Pfennige, Haare schneiden eine Mark.

In diesem Haus hat die Musik einen hohen Stellenwert. Bis heute wird sie noch gepflegt.

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Schwarzer Adler Hs.Nr. 60

Das Gasthaus "Zum schwarzen Adler" ist das älteste Wirtshaus des Dorfes. Das jetzige Gebäude zeigt den "schwäbischen Baustil" ohne Vordach. Der erste Wirt wurde bereits 1558 erwähnt. Es hieß in früherer Zeit auch beim "Unteren Wirt" im Gegensatz zum "Oberen Wirt", später "Zur Post". Bei den Einheimischen hieß es auch lange Zeit "Beim Mesnerfranz", benannt nach dem früheren Wirt Franz Seitz, der die Wirtschaft 1730 übernahm und nebenbei den Posten des Kirchenmesners ausübte. Das erste Gebäude wurde an dieser Stelle bereits im 14. Jahrhundert errichtet. Bis in die achtziger Jahre war das Haus im Eigentum der Pantlbrauerei aus Murnau. Es wurde eine bayerische Gaststätte mit eigener Metzgerei und Saal im 1. Stock betrieben. Die Gaststube beim Adler war ein beliebter Treffpunkt der Bauern, im Saal wurden Hochzeiten und in der Fasenacht (so heißt bei uns der Fasching) wurden beliebte Maskenbälle abgehalten, wie z.B. der Musikerball am Rosenmontag. In dieser Zeit war auch noch ein uriger Biergarten unter den alten Kastanien vorhanden, heute leider zum Parkplatz umfunktioniert.

Gaststätte Schwarzer Adler in Bad Kohlgrub

Für die Bewohner des unteren Rickhs, von der Dorflinde abwärts, war es das traditionelle Gasthaus, vor allem bei Hochzeiten und Beerdigungen. Für die Bewohner des Oberrickhs, von der Dorflimde aufwärts, war der Gasthof zur Post gesellschaftlicher Mittelpunkt.

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Pfarrhof - Dorflinde

Pfarrhof Bad Kohlgrub

Das erste Gebäude an dieser Stelle stammt aus dem 14. Jahrhundert. In der Zeit zwischen 1581 und 1730 wurde es als "Mesnergütl" bezeichnet, d.h. in dieser Zeit wohnte hier der Mesner der St. Martins-Kirche. Ursprünglich wurde Kohlgrub von Priestern des Ammergaus betreut, das seit 1140 dem Diakonat Rottenbuch angehörte. Der Probst von Rottenbuch war es auch, der am 28. September 1734 mit dem Dekanat Freising eine Abmachung erzielte, die besagte, daß Kohlgrub eine "Expositur" mit einem eigenen "Vikar", wie es damals hieß, werden sollte. Der 1. Vikar von Kohlgrub hatte den schönen Namen Aldobrandus Sießmayr. Ihm folgten insgesamt 7 Vikare und 13 Pfarrer, also insgesamt 21 Priester bis zum heutigen Tag. Im Frühjahr 1735 wurde mit dem Bau begonnen, als erstes wurde der sogenannte "Zehent-Stadel" und die Stallung erbaut, heute das Pfarrheim. Dem Vikar wurde erlaubt 10 Rinder und 2 Pferde zu halten. Danach wurde der Pfarrhof als ein stattlich-behäbiger Klosterbau im Stile Rottenbuchs und des 18. Jahrhunderts errichtet. Zum Andenken an die Grundsteinlegung des Pfarrhofes pflanzte der Nachbar Benedikt Erhard "der Schnurrabart" die Dorflinde, die heute mittlerweile ein Alter von 264 Jahre aufweist. Madonna mit dem Kind an der Südseite der Dorflinde ist ein Werk des verstorbenen Kohlgruber Holzbildhauers Josef Wimmer. Sie ist ca. 50 Jahre alt und zierte früher den Dorfbrunnen vor der Umgestaltung des Kriegerdenkmals.

Spruch über dem Eingang des Pfarrheimes " In Ettal und in Rottenbuch, Kohlgrub stets deine Quelle such" soll die Zugehörigkeit unseres Ortes zu diesen beiden Klöstern aufzeigen. Das Ammertal wurde ab dem 9. Jahrhundert von den Welfen besiedelt, die Siedlungen kamen über das Kloster Kempten an das Kloster Rottenbuch. Während das Kloster Rottenbuch der Grundherr über die Güter war, lag die Gerichtsbarkeit beim Kloster Ettal. Später gehörten auch einige Gehöfte zum "Heilig-Geist-Spital" nach Weilheim. So blieb Kohlgrub von der Gründung bis zur Säkularisation 1803 unter der Herrschaft der beiden Klöster und entwickelte sich durchaus positiv. Daher kommt auch der Ausspruch "Unter dem Krummstab läßt sich´s gut leben".

Dorflinde in Bad Kohlgrub
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Haus Schatzloch (Früher Krausberta Hs.Nr. 62)

Haus Schatzloch in Bad Kohlgrub

Hausname Schneider Jörgl - in dem Haus wohnte ein Schneider mit Vornamen Georg erbaut im Jahre 1720 kleine Landwirtschaft

Stammhaus der Familie Kraus - viele Kinder Misthaufen an der Straße - entfernt 1930 immer schon Geschäftshaus - Sondergenehmigung für Petroleumverkauf. Laden ein Gewölbe - alles Bachsteine - extra dicke Mauer zum Wohnhaus

Raiffeisenbank. 1937 vom jetzigen Besitzer Georg Wimmer gekauft - viele Umbauten Freskengemälde vom Venediger Mandl wurde 1955 vom Münchner Maler Lorenz Kilian gemalen (Benediktbeuren Hotel Post Goethes Reise nach Italien) Text vom Murnauer Prof. Max Dingler die Legende vom Venediger Mandl kursiert im gesamten Alpenraum in verschiedenen Versionen

Dieses wunderschöne Gebäude gehört schon seit Jahrhunderten zum Kohlgruber Ortsbild. Es war immer schon, trotz Landwirtschaft ein Geschäftshaus.

1955 ließ der jetzige Besitzer Georg Wimmer, das Freskengemälde vom Venediger Mandl malen. Das Venediger Mandl soll tatsächlich in Kohlgrub gewesen sein. Der Besitzer vom Kurhaus, Herr Faller ließ am Hörnle nachsuchen und tatsächlich fand man in einer Höhle am hinteren Hörnle einen Pickel und einen verbeulten Eimer. Es könnte sein, daß der Mann aus Venedig Quarz gesucht hat, einen wichtigen Rohstoff für die Glasherstellung. Die Venezianer hüteten lange Zeit die Technik der Glasherstellung als strenges Geheimnis.

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Fuchsbauer Hs.Nr. 18

Fuchs-Bauer Anwesen in Bad Kohlgrub

Beim "Fuchs", so heißt der Hausname, war einer der größten Bauern im Ort und wird heute nur noch im Nebenerwerb geführt. An der stattlichen Größe und Breite des Hofes kann man noch etwas vom bäuerlichen Wohlstand vergangener Zeiten erahnen. Der Hof wurde erstmals 1523 erwähnt und gehörte einst zum Heilig-Geist-Spital Weilheim. Das heutige Gebäude wurde 1755 in Blockbauweise errichtet, die Außenmauern wurden verputzt. Das wertvollste an diesem Haus ist an der Frontseite ein sogenanntes "Vexierbild" (Latten- oder Lamellenbild), bei dem man, je nach Standort, drei verschiedene Madonnenbilder erkennen kann. Von rechts zeigt es das Ettaler Gnadenbild, von links die Madonna vom Hohen Peißenberg und von vorne die Immaculata ( die unbefleckt Empfangene) nach einem Bild von Tiepolo. Der Künstler des 1755 entstandenen Bildes ist unbekannt. Das Vexierbild wurde bei der letzten Fassadenerneuerung restauriert, leider wurde es durch äußere Einflüsse sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Fensterverzierungen sind der Originalfassung, die ursprünglich in Sgraffitotechnik in den Putz eingeritzt war, nachempfunden. Teilweise ist das Original noch über der Haustüre erkennbar. Der Hausname "beim Fuchs" kommt vermutlich von der fuchsroten Haarfarbe eines früheren Besitzers.

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Samstraße

Samstrasse


Die Straße erinnert an den einheimischen Kistlermeister Peter Sam, Hausname Mooskistler, der um 1800 an der Ausstattung unserer Pfarrkirche St. Martin mitwirkte.

Hochaltar, Schalldeckel der Kanzel, Oberaufsatz des Taufbeckens, Holzverkleidungen der Unterbauten der beiden Seitenaltäre und vermutlich auch die Orgelempore wurden von ihm angefertigt.

Peter Sam war auch am Ausbau verschiedener Kirchen in der Umgebung beteiligt.

Samstrasse Bad Kohlgrub
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Schule - Ortsgeschichte

Grund- und Hauptschule Bad Kohlgrub

Wandbild in der Schule:1965 von dem bekannten Münchner Kunstmaler und Porträtisten Toni Oberniedermayr geschaffen.

Maltechnik: Auf den Mauerputz wurde eine Spezialfarbe aufgespachtelt,dann malte der Künstler mit dem Pinsel die Konturen der Bilder,malte mit Farben die entsprechenden Flächen aus,dann wurde die ganze Wandfläche mit Wachs überzogen und eingerieben.

Aus der Geschichte unseres Dorfes:

Wie eingangs unseres Rundgangs erwähnt waren die ersten Siedler in unserer Gegend Köhler. Evtl. nochmals erwähnen: Kelten-Römer-erste Rodungswelle-Köhler

Pestzeit: 1632/33, in der Zeit des 30-jährigen Krieges, wütete in Kohlgrub ebenso wie damals in vielen Gebieten Deutschlands die Pest, nur zwei Ehepaare überlebten ohne Tod des Partners. Wegen der Ansteckungsgefahr trugen die Totengräber damals lange Kutten mit Kapuzen und die Pestopfer wurden außerhalb des Ortes, im heutigen St. Rochusfriedof begraben. Nach Abklingen dieser schrecklichen Seuche bauten die Überlebenden 1635 dort eine einfache Kapelle und weihten sie dem Pestheiligen, dem Hlg. Rochus. 1733 wurde dieses Kirchlein dann nach Plänen des bekannten Wessobrunner Baumeisters Schmutzer erweitert barockisiert und dabei mit herrlichem zarten Stuck versehen. Diese Kapelle eignet sich ideal für einen Morgen-bzw. Abendspaziergang.

1731 errichteten die Ettaler Mönche auf grund des Holzreichtums in der Aschau im Fuchsloch,(etwa 6 km östlich des Ortes), eine Glasschmelze. Der Quarzsand,das Rohmaterial für die Glasschmelze, wurde aus Beuerberg,etwa 40 km nordöstlich von Bad Kohlgrub mit Pferdefuhrwerken mühevoll herangeschafft. Viele Kohlgruber fanden als Glasschmelzer,Glasbläser oder als "Fuirer"(Heizer) eine lohnenden Beschäftigung. 1835 wurde auf dem Gagers-heutige Badstraße- eine optische Glasschleiferei errichtet. Produkte dieser Wekstätten z.B. Fernrohre und Lupen gingen in die ganze Welt und sind noch heute in Museen in Paris und New York zu finden. 1841 verstarb der Betriebsgründer Wörle. Sein Schwiegersohn verlegte den Betrieb mehr un mehr nach München. 1859 wurde die optische Fabrik versteigert.

Fernrohr aus Bad Kohlgrub

Der neue Besitzer, Dr. Spengel,er hatte das nun leerstehende Gebäude der Glasschleiferei ersteigert, wurde vom letzten Glasschleifer Augustin Kiernzerle (eine Nebenstraße der Badstrße ist nach ihm benannt) darauf hingewiesen, daß dort eine Stahlquelle entspringt die von altersher in der Volksmedizin bei Nierenleiden als Trunk den Menschen Heilung brachte. Dieser Dr. Spengel erfuhr auch, daß die Kohlgruber bei Gelenkschmerzen oder wie Dorfbewohner sagten, wenn sie "`s Reißen" hatten, sich in einen Torfstich legten(Torf wurde damals zu Heizzwecken abgebaut) und das brachte Linderung und oft auch Heilung der Schmerzen. Hier können u,U. zwei kleine Erzählungen (siehe Beiblatt ) eingefügt werden. Dr.Spengel beauftragte namhafte Wissenschafler mit der Untersuchung der stahlhaltigen Quelle und Moores und die bestätigten die Erfahrungen des einfachen Volkes. Die Stahlquelle versiegte leider im Laufe der Jahrzehnte aber das Moor blieb in seiner Heilkraft bis heute erhalten. Und so wurde ein Kurort geboren. Bereits um 1895 war Bad Kohlgrub in Europa weitbekannt. In den Gästelisten der damaligen Kurzeitung finden wir u.a. Namen von Kurgästen aus ganz Deutschland, aus St.Petersburg, London, Edinburgh, New York, San Franzisco usw. 

Das Heufuhrwerk weist auf die Beziehung der Kohlgruber zur Landwirtschaft hin. Hier war es bedingt durch die klimatischen Verhältnisse und die schlechte Bodenqualität (nacheiszeitlicher Moränenboden besonders schwer dem Boden das tägliche Brot abzuringen).

Der Wintersport hat in Kohlgrub eine lange Tradition, waren doch schon 1908 hier die ersten Deutschen Skimeisterschaften auf bayrischem Boden.

Die Silhouetten der Klöster Ettal und Rottenbuch erinnern an die Zeit der Grundherrschaft und Gerichtsbarkeit der Mönche.

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Eisenbahn

1900 wurde die von dem Kohlgruber Hotelier Baumgartner zur Förderung des Kurortes geplante Bahnlinie Murnau- Oberammergau ,eingeweiht. Sie gilt als erste elektrische Eisenbahn Deutschlands. Ursprünglich war die Bahnstrecke nur von Murnau bis Kohlgrub geplant ,aber im Rahmen der Passionsspiele 1900 schlossen sich auch die Oberammergauer diesem Projekt an. Baumgartner plante auch noch die Weiterführung der Strecke von Kohlgrub aus nach Bayersoien-Wildsteig-Steingaden und Lechbruck und eine Zahnradbahn auf das Hörnle, aber der 1. Weltkrieg verhinderte die Realisierung beider Projekte.

Eisenbahnlinie Oberammergau - Bad-Kohlgrub - Murnau
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Heislawastl Hs.Nr. 6





Erstmals erwähnt 1356 Hans von Kohlgrube

Ursprung des Hausnamens durch Einheirat von Wastl Schiestl 1741 bei dem Scheffler Hans Mayr.

Sein Schwiegervater besaß 3 Heislan (Häuslein) Nr. 6, 56 (Jochamler) und 66 (heutiges Rathaus).

Baustil: Kleinbauernhaus im Kern 17., 18. Jahrhundert mit Bundwerk-Kniestock und Riegelausfachung im Giebel

1999 Umbau des landwirtschaftlichen Teils

Heislawastl Bad Kohlgrub

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Becher Hs.Nr. 3, 4, 5





Drei Hausnummern durch Erbteilung

Im Volksmund auch Dreifaltigkeitshaus genannt.

Ursprung des Namens: Pechler = Pechmacher, Verarbeitung von Baumharz zu Salben, Wagenschmiere und zur Faßdichtung.

Baustil: Bauernhaus mit Giebeltenne, verputzter Blockbau im Kern 17., 18. Jahrhundert, Bundwerkvorbau etwa im Jahr 1950 erneuert.

Becher in Bad Kohlgrub

Erzählung:

Als der Becher ein Austragler war, saß er eines Morgens um 7 Uhr auf der Hausbank mit einer Bierflasche in der Hand. Jemand fragte ihn, warum er so früh Bier trinke anstatt Kaffee. Der Becher begründete das mit Zeitersparnis: Ja mei, bis i d´Spa (Späne) mach und a Feier, dawei trink i ganz leicht a halbe Bier.

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Alte Schule Hs.Nr. 9





Kohlgrub erhielt bereits 1698 auf Betreiben der Mönche aus Rottenbuch eine eigene Schule.

Die Alte Schule ist im Besitz der Gemeinde und steht unter Denkmalschutz.

Alte Schule Bad Kohlgrub

Dieses Haus wurde im Jahr 1825 neu erbaut und 1876 um ein Stockwerk erhöht.

Beachten Sie bei diesem Gebäude die Dachform: -ein abgewandeltes Walmdach.

Ebenso wie das Dach des Pfarrhofs drückt es die besondere Stellung des Gebäudes aus.

Das Gebäude war bis 1975 Schule. Heute wird es teilweise vom Modelleisenbahnclub genutzt, der im 1. Stock die Bahnstrecke Murnau - Oberammergau in Miniatur aufgebaut hat. Der Modellbahnclub lädt regelmäßig zu Vorführungen ein.

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Pfarrkirche St. Martin

(Patrozinium 11. November)

Die Pfarrkirche St. Martin wurde im 14. Jahrhundert, angenommen wird das Jahr 1342, erbaut.

Veranlaßt hat den Bau der Kirche der damalige Probst Ulrich V. Sturmlein des Klosters Rottenbuch.

Der Hauptteil des Turmes mit Schalldoppelfenstern und Mittelstütze stammt noch aus dieser Zeit.

Weitere bauliche Änderungen gab es Ende des 16. Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts.

Die jetzige bauliche Gestalt der Kirche kam in den Jahren 1722 - 1729 zustande.

An den bereits im 17. Jahrhundert errichteten Chorraum wurden Langhaus mit Vorzeichen und Sakristei angebaut. Das Innere der Kirche wurde im Stil des Barock mit Stuckarbeiten der Wessobrunner Schule ausgeschmückt.

Um 1750 erhielt der Turm seinen barocken Oberbau mit Einbuchtungen an den Eckkanten, darüber eine achteckige Laterne mit Zwiebel, goldenem Knauf und einem reich verzierten Doppelbalkenkreuz (Scheyerer Kreuz - Symbol: Kirche besitzt ein Kreuzpartikel).

 

Ortskirche St. Martin in Bad Kohlgrub
Hochaltar, Schalldeckel der Kanzel, Oberaufsatz des Taufbeckens und vermutlich auch die Orgelempore im Innern der Kirche wurden um 1780 von dem einheimischen Kistlermeister Peter Sam angefertigt.

Das Altarbild vom Jahr 1729 mit der Darstellung des Hl. Martin von Tours ist ein Werk des bekannten, aus Wildsteig stammenden Barockmalers Martin Speer.

Die letzte Renovierung erfolgte im Jahr 1988, bei dem das spätgotische Ziffernblatt an der Ostseite des Turmes freigelegt wurde.

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Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal in Bad Kohlgrub
Seit 1878 stand an diesem Platz ein Obelisk. 1964 errichtete die Gemeinde dieses neue Kriegerdenkmal, der Granitstein stammt aus der Oberpfalz,die Figur des Erzengels Michael,der den Gewalten der Kriege Einhalt gebietet (gebieten soll ??) stammt von dem Oberammergauer Bildhauer und ehemaligen Direktor der Staatl. Fachschule für Holzbildhauer Hans Schwaighofer.
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Rathaus -Textilhaus Kraus-Frisör Hohenleitner
 

Sie sehen hier einen "bäuerlichen Jugendstil".

Textilhaus Kraus - Frisör Hohenleitner in Bad Kohlgrub

Zimmermeister Greinwald aus Bayersoien baute zu Beginn des 20. Jahrhunderts für den bekannten Jugendstilarchitekten Gabriel von Seidl (Seidl - Park in Murnau) aus München mehrere Villen, Bürgerhäuser und die Turnhalle in Murnau. Greinwald, der ja als Zimmermeister gelernt hatte auch Pläne anzufertigen versuchte sich dann auch mit Erfolg in Kohlgrub, Bayersoien und in der näheren Umgebung mit dem Bau von solchen Jugendstilhäusern.

Das Rathaus war Gendarmerie-Station.

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Lampl Hs.Nr. 63





Ursprung des Namens: Lampel = träger, langsamer Mensch; einer, der alles mit sich anfangen läßt

Baustil: Schwäbischer Einfirsthof, steiles Dach , kein Balkon, schmaler Dachvorsprung

(im Gegensatz zu dem oberbayrisch - Tölzer Baustil des Fuchsbauern)

Wandmalereien aus dem Jahr 1937 von Frau Simmet-Schedler zur Primiz des Pfarrers Peter Erhard.

Lampl-Anwesen in Bad Kohlgrub

Die Gemälde wurden 1950 übermalen und von Hans Höckenreiner um das Jahr 1980 wiederhergestellt.

Darstellung des spanischen Heiligen Isidor, Patron der Bauern, mit dem Pflug den die Engel ziehen und der Heiligen Notburga, Patronin der Dienenden, mit der Sichel.

S.a. Legenden beider Heiligen.

Außerdem befindet sich folgender Spruch an der Hauswand:

Wir säen und streuen den Samen auf´s Land, doch Wachsen und Gedeihen liegen in Gottes Hand.

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Jager Hs.Nr. 65





Hier sehen sie ein typisch altbairisches Haus im Pfaffenwinkel.

Anwesen Jager  in Bad Kohlgrub

Hier einige Erklärungen zu den Begriffen Altbaiern und Pfaffenwinkel.

Altbaiern: Ursprüngliche Schreibweise für Bayern bis z. Zt. König Ludwigs I. war Baiern und umfaßte die heutigen Regierungsbezirke Oberbayern (Isar- und Innkreis) Niederbayern und Oberpfalz.

Pfaffenwinkel: (Begriffsdefinition ist nicht einheitlich)im allgemeinen wird das Gebiet zwischen Loisach (Isar) und Lech u. Garmisch -Füssen und Landsberg u. Weilheim als Pfaffenwinkel bezeichnet. In diesem Gebiet entstanden durch Schenkungen der bairischen Herzöge viele Klöster-Ettal-Steingaden -Rottenbuch -Benediktbeuern usw. Mönche wurden auch Pfaffen genannt. Damals keineswegs eine ehrenrührige Bezeichnung-(Pfaffe als Schimpfwort wurde erst in der Aufklärungszeit üblich).Typisch für das altbairische Haus ist die Blockbauweise mit grob zugehauenen Baumstämmen, ein rundumlaufender Balkon (Altane), flaches schindlgedecktes Dach, kein ausgemauerter Giebel sondern ein Zierbund. Im Pfaffenwinkel ist der Balkenaufbau der Häuser verputzt und die Altane nur auf der Seite, um Platz zu schaffen für die Frescomalereien, die bei uns Lüftelmalereien heißen (nach dem bekannten Oberammergauer Frescomaler Franz Seraph Zwink (1748 bis 1792) der sich Lüftelmaler nannte. Bei einem Fresco wird das Bild auf den noch nassen Putz aufgemalt und ist deshalb lange haltbar. An diesem Haus sehen Sie eines der letzten Werke die dieser begnadete Autodidakt geschaffen hat.

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Maibaum
Der Maibaum ist in dieser Form ein typisches Zeichen für jedes bayrische Dorf. Ursprünglich ist er ein Fruchtbarkeitssymbol, er drückt aber auch den Stolz des Dorfes aus. Die Figuren zeigen das handwerkliche Leben des Dorfes. Der Trachtenverein Edelweiß sorgt sich wenn nötig um die Erneuerung des Maibaumes.
Maibaum in Bad Kohlgrub
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Anhang





Erläuterung der Währung zum Verkauf des Jochamleranwesens

Rheinische Gulden: Gulden = Golden

angelehnt an den Florint Goldstück aus Florenz

(war um 1700 eine Art Leitwährung- wie heute der Dollar)

1 Rh. Gulden = 60 Kreuzer

1 Semmel kostete 1 Kreuzer

1l Bier " 3,5 Kreuzer

Bei einem Vergleich mit dem Bierpreis heute kostete das Jochamlerhaus 1724 ca. 80 000 DM.

Zu Bader allgemein:

Der Bader war auch für die Sauberkeit , die Hygiene zuständig. Er stellte Reinigungsbäder zur Verfügung. Die Baderstuben waren ein gewisser gesellschaftlicher Mittelpunkt - vor allem in den Städten ( Agnes Bernauer ist wohl die berühmteste Badertochter.)

Dorfstraße

Bis 1907 floß der jetzt zugeschüttete Dorfbach offen durch den Ort. Vor fast jedem Haus, die meisten waren Bauernhäuser, stand ein Brunnen. In diesem wuschen und putzten die Frauen - vor allem im Frühjahr und Herbst machten die Frauen ihre Putzaktionen. Der elektrische Strom kam erst 1920 - 1922 es wurden nur einzelne Häuser angeschlossen - die Weiler bekamen den Strom erst später mit Blechkannen gingen die Kohlgruber zum Petroleum holen für ihre Lampen Textilhaus Kraus war Postagentur die Bauern hier hatten verhältnismäßig wenig Kühe für die großen Höfe - der Fuchsbauer hat um die Jahrhundertwende nur vier Kühe dafür hatten sie Geißen, diese wurden auf´s Hörnle, dem Goaßberg getrieben es gab sehr wenig Handel, die meisten waren Selbstversorger und es florierte der Tauschhandel Im Herbst kam ein großer Waggon mit Kraut, die Krautfässer wurden in den größeren Brunnen eingewässert und dann als Vitaminträger für den langen Winter Kraut eingestampft. Eine Einnahmequelle war die Pferdezucht. Bauern aus Niederbayern reisten hierher und kauften die Fohlen. Auch an das Militär wurden Pferde verkauft.

Getreideanbau war hier durch das rauhe Klima nur erschwert möglich. Schwerer lehmiger Boden!

Kirche

Der Pfarrer hat bis nach dem 2. Weltkrieg bei Bedarf die Heuarbeit am Sonntag erlaubt.

Oberbayerischer Bauerhof

Im obb. Hof ist alles in einem Haus - unter einem Dach - Einfirsthof mit Giebeltenne, Mittertenne - Schutz vor Kälte - kurze Wege!

Vitrine: Köhlerei 

Wandelhalle:Tafel Moor 

Ende

Nun sind wir am Ende unseres Rundgangs angelangt,ich darf Ihnen herzlich für Ihre Aufmerksamkeit danken und Ihnen noch schöne, sonnige Tage in Bad Kohlgrub wünschen. Ich würde mich freuen, wenn Sie unser Dorf und den Kurort Bad Kohlgrub nicht vergessen würden.

Weitere Informationen über unseren Ort finden Sie im "Kulturführer für unsere Gäste", der auch auf lohnende Ausflugsziele in der näheren Umgebung hinweist. Er ist in der Kurverwaltung für EUR 2,- erhältlich. Über das alte Kohlgrub und die Entwicklung zum Heilbad informieren Sie auch zwei Bildbände die im örtl. Buchhandel bzw. in der Gemeindebücherei erworben, bzw. ausgeliehen werden können. 
Ausleihzeiten der
Bücherei Mo. u. Mi. 15.30 bis 17.30 und Freitag 10.00 bis 11.30. 
Und nun auf Wiedersehen!

Informatives und Wissenswertes über den Ort