Orchideen unserer Heimat



Fleischfarbenes 
Knabenkraut
Orchideen faszinieren mehr Menschen als irgendeine andere Pflanzenfamilie. Dies hängt natürlich zum einen mit ihrer Schönheit und ihrem Formenreichtum zusammen, zum anderen haben Orchideen etwas Geheimnisvolles. Man kann sie nicht einfach aussäen und zuschauen, wie sie wachsen; ihre Entwicklung entzieht sich der oberflächlichen Betrachtung. Hinzu kommt, daß die meisten mitteleuropäischen Arten inzwischen selten und zum Teil vom Aussterben bedroht sind; eine Tatsache, die die Orchideen nur noch interessanter macht. 
Es gibt ca. 70 mitteleuropäische Orchideenarten. 
Viele einheimische Arten wirken aus größerer Entfernung völlig unscheinbar, sind mitunter aus einem Abstand von fünf Metern nicht mehr zu erkennen, was bewirkt, daß sie vom Großteil der Bevölkerung niemals wahrgenommen werden. Ihre oft unglaubliche Schönheit, ihren erstaunlichen Blütenaufbau enthüllen sie dem Betrachter erst, wenn dieser sich die Mühe macht, sich „herabzulassen" und sich mit den Blüten auf eine Ebene zu begeben, sie vielleicht sogar mit einer Lupe zu studieren. 

Breitblättriges
Knabenkraut

Helmknabenkraut
Wer unbedingt Orchideen besitzen will, hat inzwischen die Möglichkeit für vergleichsweise wenig Geld in Spezialbetrieben extra herangezogene Pflanzen zu kaufen. (Die Strafe für Ausgräber beträgt gelegentlich sogar das Tausendfache des Kaufpreises.) Außer den Besitzberechtigungspapieren (gut aufbewahren!!) bekommt man Pflegeanleitung und geeignete Pflanzsubstrate gleich mitgeliefert. Arten, die in Gärtnereien nicht erhältlich sind, überstehen, meistens nicht einmal das Jahr, in dem sie umgepflanzt wurden. Der Wunsch, schöne und seltene Pflanzen zu betrachten und zu fotografieren , ist durchaus verständlich. Ein verantwortungsbewußter Naturliebhaber bleibt aber gerade in frequentierten Gebieten möglichst auf bereits bestehenden Wegen oder bewegt sich zumindest so sorgsam, daß er Schäden an der Vegetation weitgehend vermeidet.
Obiger Text stammt aus dem sehr guten und reich bebilderten Buch: 
Die Orchideen Mitteleuropas und der Alpen: Variabilität - Biotope - Gefährdung, 
von Helmut Presser
85072 Eichstätt, 
erschienen bei der 
ecomed verlagsgesellschaft AG & Co. KG, Rudolf-Diesel-Str. 3, 86899 Landsberg am Lech, 
Tel. (08191) 125-0; 
Telefax (08191) 125-492; 
ISBN 3-609-65600-X

Helmknabenkraut
Die Fotos stammen von
Dr. Heinrich Beyrle,
Postfach 1102
D-86382 Stadtbergen
Germany
Tel: ++ 49 - 821 - 2196906
Fax: ++ 49
- 821 -2196183

Dort können auch einheimische, selbst herangezogene Pflanzen bezogen werden.

Bestellungen oder sonstige Anfragen über: 
http://www.myorchids.de