Vom Badetorf zur Schwarzen Daune
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Während des ersten Weltkrieges wurden dir Kurhäuser zu Genesungsheimen
für Soldaten.
Bademeister Johann Faltermeier (1877-1964) und seine Frau Therese kümmerten
sich damals um das Wohl der militärischen Gäste. Besonders die
"Schützengrabenkrankheit" (Rheuma) wurde hier noch bis 1922 kuriert. |
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Ja, die Linde, unsere derzeit älteste Dorfbewohnerin, die seit
1735 still das Schicksal des Ortes beobachtet, hat dies alles gesehen.
Und sie kann davon erzählen. Man muß nur die Augen schließen
und ihrem Blätterrauschen zuhören. |
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Dann meint man es fast selbst zu sehen: Die ersten Gäste, die am Anfang
aus Mangel an Unterkünften noch Unterschlupf in den einfachen Bauernstuben
suchten. Reges Treiben, als das Ehepaar Faller nach und nach das alte Fabrikgebäude
zum eleganten Etablissement mit Wandelgang und Brunnenpavillon umbaute.
Fröhliche Bilder von der ersten großen Saison 1890, als bereits
960 illustre Gäste aus ganz Europa und Amerika über die Dorfstraße
flanierten. Das große Fest, als 1900 die erste elektrische Eisenbahn
eingeweiht wurde und so die Welt ein wenig näher rückte. Schmerzvolle
Bilder aus den beiden Weltkriegen. Stolze Gesichter, als dem gesamten Ort
Kohlgrub 1948 offiziell der Titel "Bad" verliehen wurde. Wer dem Blätterspiel
der Dorflinde genau zuhört, meint den Wandel des armen Gebirgsdorfes
zum Moorheilbad fast noch einmal zu erleben. Erst wenn man die Augen öffnet,
scheint sich doch nicht so viel verändert zu haben. Immer noch breitet
die Linde ihre Arme schützend über den Ort. Immer noch liegt
dörfliche Idylle in der Luft. |
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