Die Sage vom Schatzloch auf dem Hörnle

Vor vielen hundert Jahren soll jedes Frühjahr aus Venedig ein Männlein zum Goldgraben hergekommen sein, das seinen Esel in der Mühlgasse beim "Biamo" einstellte.

Prof. Max Dingler verfaßte zu der Sage folgendes Gedicht:
 

Vor langer Zeit in jedem Jahr 
kam, wenn der Schnee geschmolzen war, 
ein Männlein aus dem welschen Land
mit einem Esel an der Hand
zu uns, weil es ergraben wollt
am Hörnle manch geheimes Gold.
Im Herbst verließ es unseren Ort
und zog zur fernen Heimat fort.
Einmal, da wollt es seinen Wirt,
bei dem es in Kohlgrub logiert,
hinführen an die Bergeswand,
wo das ersehnte Gold sich fand.
Dem aber graute vor dem Wicht,
drum folgt er der Versuchung nicht.
Und seitdem kam, so geht die Mär,
das Männlein nimmer zu uns her.
Und ruht das Gold in Ewigkeit.
Das "Schatzloch" heißt der Platz noch heut.